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Schnittstellenkarten nun auch für PCI Express

15.04.2009, keine Kommentare

In aktuellen PC-Designs verdrängt PCI Express zunehmend das etablierte PCI-Bussystem. Es finden sich zwar noch PC-Motherboards, die Steckplätze für beide Systeme anbieten, zukünftige Designs werden jedoch aus Kosten- und Performance-Gründen sicher nur noch mit PCI Express - Steckplätzen ausgerüstet sein.

Bei PCI Express handelt es sich nicht mehr um ein klassisches PC-Bussystem, bei dem alle Einsteck-Karten parallel an der Mehrzahl der Busleitungen liegen. PCI Express ist vielmehr eine sternförmige Verdrahtungstechnik, die durch eine Punkt-zu-Punkt - Verbindung zwischen PC und Steckkarte deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten erlaubt, als eine Bus-Lösung mit parallel geschalteten Steckplätzen reproduzierbar verarbeiten könnte.

Die Datenübertragung zu den Einsteckkarten erfolgt bei PCI Express seriell über differentielle Leitungspaare,die sogenannten "Lanes", die mit einer Geschwindigkeit von 2,5 bzw. 5 GB/s betrieben werden. Für Karten mit hohem Daten-Durchsatz (Graphik- & Netzwerk-Karten, Festplatten-Controller) werden mehrere Lanes an einen Steckplatz geführt, während Karten mit geringer Komplexität mit einer Lane gut versorgt sind.

Der PCI Express Standard erlaubt Lösungen, bei denen eine (x1), vier (x4), acht (x8) oder 16 (x16) Lanes an einen Steckplatz geführt sind, wobei sich die Steckverbinder in Mechanik, Stecker-Belegung und Belastbarkeit der Stromversorgung unterscheiden.

Die mechanische Codierung von Karten und Steckverbindern sorgt jedoch dafür, dass sich kurze Karten problemlos in langen Steckplätzen einsetzen lassen. So kann zum Beispiel eine x1-Karte in einem x4-, x8- oder x16-Steckplatz betrieben werden.

Galvanisch getrennte RS232/422/485- und 20mA-Ports für PCs:

Ergänzend zum bestehenden Programm industrietauglicher Schnittstellenkarten für ISA- und PCI-Bussysteme hat Wiesemann & Theis eine Familie serieller PCI Express-Karten entwickelt.

Die neuen kompakten Schnittstellenkarten für x1 PCI Express-Steckplätze verfügen über zwei galvanisch getrennte serielle Highspeed-Ports und sind stecker- und funktionskompatibel zu den weiterhin verfügbaren ISA- und PCI-Boards.

Die W&T PCI Express-Karten sind mit zwei umschaltbaren RS232-, RS485-, RS422-Ports oder mit zwei 20mA-Schnittstellen lieferbar.

Die modulare Bauweise der Karten erlaubt jedoch auch eine gemischte Bestückung der Schnittstellen, so dass die zur Zeit noch recht raren PCI Express-Steckplätze optimal genutzt werden können.

Im RS485-/RS422-Modus beherrschen die Karten Übertragungsraten von bis zu 3MBaud, während in der RS232-Betriebsart Geschwindigkeiten von bis zu 1 MBaud möglich sind. In Verbindung mit dem 128Byte großen FIFO des eingesetzten UARTs erlauben die Karten auch den Anschluss serieller Endgeräte mit hohem Datendurchsatz.

Zum Lieferumfang der W&T PCI Express Karten gehören Treiber für Windows Vista, Windows XP, Windows 2000, Windows CE und Linux.

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